“ Kunstdinge sind ja immer Ergebnisse des
in- Gefahr- gewesen- Seins, des in einer Erfahrung
bis- ans- Ende- gegangen- Seins…
je weiter man geht, desto eigener, desto persönlicher,
desto einziger wird ja ein Erlebnis,
und das Kunstding endlich ist die notwendige,
ununterdrückbare, möglichst endgültige Aussprache dieser Einzigkeit…”
Rilke

“...bei aller Verschiedenheit im einzelnen verbindet die Arbeiten von Caroline Laengerer eine intensive Auseinandersetzung mit der Natur, mit Naturmaterialien und Naturphänomenen, und dies in einem sehr weit gespannten Sinn, einer Auseinandersetzung mit der belebten und der unbelebten, der organischen und der anorganischen Natur, mit den Rhythmen von Werden und Vergehen, die das Wesen der Natur und damit auch unserer Existenz bestimmen, mit den Metamorphosen und den Relikten einer Jahrmilliarden alten Vergangenheit, der wir unser eigenes Vorhandensein verdanken...”

Prof. Hans Gercke Kunstverein Heidelberg.

Publikationen/Kataloge

C a r o l i n e L a e n g e r e r
- g r o w o n -

Katalog 47 Seiten zur Ausstellung
in der städtischen Galerie Bad Wimpfen
03.05.-15.05.2025
Impressum:
Herausgeber: Stadt Bad Wimpfen
Konzeption: Annika Kretsch
Gestaltung: Matthias Jung, www.zabadu.de

-g r o w n -
C A R O L I N E L A E N G E R E R

ISBN978-3-00-075396-1
https://www.blurb.de Caroline Laengerer grow
Herausgeberin: Caroline Laengerer
Gestaltung: Caroline Laengerer
Fotos: Sabine Arndt, Caroline Laengerer, Frank Raebiger

Radiale 2023
50 Jahre Kunst im Kreis
Ausstellungsbeteiligung
Herausgeber: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
ISBN 978-3-932102-46-2
Gestaltung: Dorothea Burkhardt
Druck: ColorDruck Solutions GmbH, Leimen

#grown
Caroline Laengerer
Katalog
ARTBOX.GROUPS GmbH
Print: ARTBOX.PUBLISH Switzerland
ISBN 978-3-03899-478-7


„Zimmerecken“
auf dem Klavier und im Garten
der Villa Flora/ Winterthur.
Martin Schwarz
Eigenart-Verlag
ISBN-Nr. 978-3-905506-48-8


Stadt Heidelberg
„ZÄSUR“

Kunst trifft Zeitgeschehen
Wunderhornverlag 2017
ISBN978-88423-587-4

Hirschberg
12.Hirschberger Kulturtage 2014
"Wagner im Spiegel der Zeit"
Von Wallhall bis Niebelheim
Architekturvisionen

Stadt Heidelberg
Verein für Kunst, Gesundheit und Bildung
Internationale Kunst und Designausstellung 2012
Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Unesco Kommision e.V.
„Arte Sustenibile - Kunst und Rio + 20

Stadt Wangen
Kunstverein Karsee
Kunst und Kultur rund um Karsee KUK
„Skulpturenweg Karsee“2012

Stadt Köln
Initiative Kultur Raum Rechtsrhein KRR
Schlosspark Stammheim
„BEST OF 10“

Kunstverein Leimen
„30Jahre Kunstverein Leimen“
1981-2011

Gedok Heidelberg
80 Jahre Gedok Heidelberg
Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.

Stadt Walldorf
Kunst im Rathaus
„Caroline Laengerer Bilder- Objekte -Installationen“

Stadt Heidelberg
Kurpfälzisches Museum

„Die Welle – Zauber der Bewegung“
Kunst aus fünf Jahrhunderten
Katalog zur Jubiläumsausstellung 2008/2009
ISBN978-3-88423-316-0

Heidelberg/Rehovot
Dondikov house
Ausstellungsbegleiter
„Zusammen“
2007

Stadt Worms
Kunstforum Blickachse 2006
10 Jahre im Herrnsheimer Schlosspark
1996-2006

Stadt Neckargemünd
Kunstverein Neckargemünd
„Kunst trifft Nachhaltigkeit“
Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Unesco Kommision e.V.
2010
Umweltbundesamt Berlin
Für Mensch und Umwelt
„Arte Sustenibile Uno“
Offizielles Projekt der Weltdekade
der Vereinten Nationen 2005-2014

Rhein -Neckar- Kreis
17.Kreiskulturwoche 2006
Atelier und Künstler
ISBN 3-932102-16-9

Stadt Walldorf
Walldorfer Art
„Kunstpreis der Stadt Walldorf,
Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum“
2005

Nationalpark Harz und Nationalpark Eifel
11.Kunstausstellung
Natur – Mensch 2005

Köln Schlosspark Köln Stammheim
„Rheinblicke Einblicke“
Ausstellungsbegleiter
2005

Der Punker – Leben in Rohrbach
Thoraxklinik Heidelberg
Caroline Laengerer
Ausstellungsbegleiter 2004

Stadt Wangen
Kunsverein Karsee
Kunst um Karsee KuK
„Lebensart und Landschaft“
Ausstellungsbegleiter 2002

 

- echoes of change -

Eine Ausstellung von Caroline Laengerer

Mit der Ausstellung „echoes of change“ widmet sich Caroline Laengerer dem Spannungsfeld von Natur und Künstlichkeit, von Wandel und Beharrlichkeit.

Ihre Arbeiten entfalten eine leise, aber eindringliche Poesie des Werdens – sie sind Spuren von Bewegung, von Transformation und von der stillen Kraft,
die allem Lebendigen innewohnt.

Laengerer ist bekannt für ihre feinsinnige Materialsprache.
Sie nutzt Werkstoffe unserer Konsumgesellschaft – Kabelbinder, Draht, Kunststoff, Porzellan, Bienenwachs – und verwandelt sie in organisch anmutende Strukturen.
Was zunächst industriell und funktional erscheint, wird unter ihren Händen zu etwas Fragilem, fast Lebendigem. Die Skulpturen scheinen zu atmen, sich zu strecken, weiterzuwachsen. Sie erinnern an Pflanzen, Korallen oder Zellstrukturen und erzählen von einer Welt, in der Natur und Kultur untrennbar ineinandergreifen.

In Serien wie grown, weed oder tender remains untersucht die Künstlerin das Prinzip des Wachsens und Vergehens. Ihre Objekte entstehen aus Linien und Geflechten, die im Raum zu schwebenden Zeichnungen werden. Zwischen Stabilität und Zerbrechlichkeit entfaltet sich ein Dialog: zwischen Kontrolle und Zufall, Ordnung und Wildwuchs.

Parallel zu ihren plastischen Arbeiten entwickelt Laengerer malerische Werke, die denselben Esprit tragen. Auf Leinwand entstehen mit Acryl, eingearbeitetem Sand und Schichten aus Kunstharz abstrakte Bildlandschaften – von Meer, Erde und Licht inspiriert. Manche wirken wie Blicke in Unterwasserwelten, andere wie Erinnerungen an Sommerluft und Blütenduft. Trotz ihrer Reduktion strahlen sie eine spürbare Lebendigkeit aus.

„echoes of change“ bringt diese beiden künstlerischen Ebenen – Objekt und Malerei – in einen gemeinsamen Resonanzraum.
Die Ausstellung zeigt, wie aus industriellen Reststoffen poetische Gebilde werden, wie aus Material Bedeutung wächst.
Laengerers Werke bewegen sich an der Grenze zwischen Naturerfahrung und technischer Realität und stellen Fragen nach Wert, Schönheit und Beständigkeit.

Ihre Kunst versteht sich als Einladung, Wandel als Teil des Lebens zu begreifen – nicht als Verlust, sondern als Möglichkeit.
In jedem Draht, jeder Biegung, jedem Schichtauftrag spürt man das Streben nach Verbindung. Laengerer gelingt es, aus dem Alltäglichen das Kostbare zu formen, aus dem Funktionalen das Poetische.

So wird „Echoes of Change“ zu einem vielschichtigen Dialog über Wachstum, Transformation und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.
Eine Ausstellung, die leise spricht – und lange nachhallt.

Artikel: KunstraumMETROPOL

Rhein-Neckar-Zeitung-Nr.158 Magazin 03./ 04. August 2019 von Ute Teubner

Rhein-Neckar-Zeitung-Nr.158 Magazin 03./ 04. August 2019 von Ute Teubner

 “…Dem realistischen „réproduire“ stellt Caroline Laengerer das „produire“ ihrer Installationen gegenüber. Sie zeigt die Natur nicht mehr als Objekt des menschlichen Sehens. Sie stellt wenige Naturdinge in einen neuen, geistigen Zusammenhang, in eine Anordnung, die den Dingen eine besondere Anwesenheit verleiht. Die Naturobjekte, die schwarz, grau oder erdfarben für sich genommen kaum einen ästhetischen Reiz ausüben, werden durch ihre Anordnung zu Erscheinungen, die als solche erfahren und gedacht werden müssen. Sie stellen Fragen an den Betrachter,
der das Ineinanderspielen der Objekte im Sinne von
Heideggers Erfahrung der japanischen Kunst als
„das reine Entzücken der rufenden Stille“ wahrnimmt.

 Prof. Dr. Hans-Günther Schwarz

Caroline Laengerers Auseinandersetzung mit Materialien und Strukturen der Natur hat letztlich nicht nur das autonome Werk als museales Kunstobjekt zum Ziel, sondern die bildnerischen Mittel der Objekte, der Malerei und der Installationen verweisen über sich hinaus auf Prozesshaftes, auf Ideen und Energien, die so verbildlicht werden können.

Die Ästhetik, die nach der künstlerischen Gestaltung neue Ordnungsprinzipien parallel zur Natur sichtbar macht, zeigt dem Betrachter Vergessenes oder bis dahin Unbekanntes und Verdrängtes, das er in unserem technisierten Alltag und unserer Entfremdung von Natur nicht mehr in der Lage oder bereit ist wahrzunehmen. Die in der Natur oft als chaotisch empfundenen Materialien und Strukturen offenbaren in dem neuen Kontext des Kunstwerks Zusammenhänge, die für den aufmerksamen Betrachter überraschend und im wünschenswerten besten Fall erhellend sind.

Hartmuth Schweizer
Kunstbeauftragter der Stadt Walldorf